AKTUELL

DAS ALTE AMTSGERICHT FURTH IM WALD ERHÄLT DEN ABI TECHNIK-PREIS 2026
FÜR NACHHALTIGEN ARCHIV- UND BIBLIOTHEKSBAU

Die Auszeichnung wurde am vergangenen Mittwoch im Rahmen der BiblioCon 2026 in Berlin von Sandro Bauer, Bürgermeister der Stadt Furth im Wald, Karin Stelzer, Kulturamtsleiterin, und Peter Hickl, PH2 Architektur + Stadtplanung, entgegengenommen.
Der ABI Technik-Preis von De Gruyter würdigt vorbildliche Archiv- und Bibliotheksbauten im deutschsprachigen Raum an der Schnittstelle von Architektur, Technik und Nutzung. Die Fachjury bündelt Perspektiven aus Bibliothekswesen, Architektur und Wissenschaft, darunter die Generaldirektion der Bayerischen Staatsbibliothek und architektonische Expertise.

Außenansicht des Alten Amtsgerichts Furth im Wald mit Hinweis auf den ABI Technik-Preis 2026 des Verlags De Gruyter für die denkmalgerechte Sanierung und Umnutzung des Gebäudes.
Preisverleihung des ABI Technik-Preises 2026 bei der BiblioCon 2026 mit Dr. Sommer, Generaldirektorin der Bayerischen Staatsbibliothek, Konstanze Söllner von der Universitätsbibliothek FAU Erlangen-Nürnberg sowie den Preisträgern Peter Hickl, Karin Stelzer und Sandro Bauer für das Projekt Altes Amtsgericht Furth im Wald.

Auszug aus der Jurylaudatio:

„Das Alte Amtsgericht in Furth im Wald ist ein Gebäude mitten in der Stadt mit einer komplexen Struktur. Das Projekt hat die Jury in besonderer Weise überzeugt wegen des professionellen Sanierungskonzepts, dass den Bestand besonders sorgsam berücksichtigt, aber auch gezielte Interventionen vornimmt, und das bis zum Farbkonzept und der Möblierung reicht. Als besondere Leistung sieht es die Jury an, die besondere Qualität des Gebäudes fortzuführen und bis ins Innere des Gebäudes zu führen. Das gesamte Projekt ist in vorbildlicher Weise aus dem Denkmalpflegegesichtspunkt heraus entwickelt. Alle Details sind aufeinander abgestimmt. Für das Farbkonzept wurde eine sehr gute Referenz gewählt.

Die Einfügung der Lesetreppe als Erschließungsweg für die Bibliothek, als attraktiver Aufenthaltsort und Ort für Veranstaltungen stellt einen sensiblen und sehr gezielten Eingriff in den Bestand dar. Durch die neu entstandene Blickachse ist ein großer unterschiedlich bespielbarer Raum entstanden. Damit kann die Bedeutung der Bibliothek als Frequenzbringer und hochwertiger Treffpunkt für die Stadtgesellschaft und für die Gäste der Stadt voll ausgespielt werden. Für die Bibliothek wurde in Form der Lesetreppe eine innere Adressbildung gewählt, die berücksichtigt, dass der unmittelbare Zugang anderen Einrichtungen zugutekommen soll.

Auch die anderen Räume der Bibliothek wurden vollständig darauf abgestimmt, unterschiedliche Funktionen einer Bibliothek für die verschiedenen Zielgruppen zu gewährleisten. Details aus dem historischen Bestand wie Fußböden und Türen sind erhalten geblieben und prägen auch in Zukunft das attraktive Gebäude. Sie schaffen die besondere Aufenthaltsqualität und Verortung und zeigen den Stolz der Stadtgesellschaft auf die Geschichte und Kultur der Stadt. Damit zeigen sie den Anspruch, hochwertige Orte des Austauschs, der Bildung und Kultur, von Heimat zu schaffen und stolz zu zeigen.“

PARK-ARENA IN DER SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG

In der Immobilienbeilage der Süddeutschen Zeitung (Ausgabe August 2025) ist ein Artikel über die Park-Arena Furth im Wald erschienen. Unter dem Titel „Coole Kuppel für die Landesgartenschau“ wird das Projekt ausführlich vorgestellt. Der Beitrag hebt insbesondere die digitale Planung, die Zusammenarbeit mit lokalen Handwerksbetrieben sowie die spektakuläre Holzkonstruktion der Kuppel hervor.

Titelseite der Immobilienbeilage der Süddeutschen Zeitung, Ausgabe August 2025, mit Foto des Alexisquartier-Towers in München.
Artikel „Coole Kuppel für die Landesgartenschau“ in der Süddeutschen Zeitung über die Park-Arena in Furth im Wald mit Foto der Holzkuppel.

BEST PRACTICE: FACHAKADEMIE IN FURTH IM WALD

In der AIT (5/2019) wurde die Sanierung der historischen „Alten Knabenschule“ in Furth im Wald als Best Practice vorgestellt. Der Umbau zur Fachakademie verbindet behutsam die Qualitäten des denkmalgeschützten Bestands mit zeitgemäßen Materialien und einem klaren Gestaltungskonzept. Besonders hervorgehoben wurde die Wirkung der eingesetzten Bodenbeläge, die den Räumen eine ruhige, eigenständige Atmosphäre verleihen.

Cover der Fachzeitschrift AIT 5/2019 mit Schwerpunkt Öffentliche Bauten / Public Buildings
Artikel in der AIT 5/2019: Best Practice – Fachakademie in Furth im Wald, Sanierung der Alten Knabenschule